Ausblick / Was als Nächstes zu erwarten ist: Japan hat mit der Raumsonde Hayabusa 2 einen bedeutenden Test zur Abwehr von Asteroiden erfolgreich abgeschlossen. Dieser Test könnte entscheidend für zukünftige Missionen zur Ablenkung potenziell gefährlicher Himmelskörper sein.
Erwartung
Die Hayabusa 2 näherte sich am Sonntagabend (Ortszeit) dem erdnahen Asteroiden Torifune und passierte ihn in einer Entfernung von nur 800 Metern. Dies stellt einen der dichtesten Vorbeiflüge dar, die jemals an einem solchen Himmelskörper durchgeführt wurden. Die Mission verfolgt das Ziel, die Flugbahn der Sonde präzise zu steuern, um im Ernstfall einen Asteroiden von seinem Kurs ablenken zu können.
Aktueller Stand
Die Sonde, die in etwa die Größe eines Kühlschranks hat, erreichte bei ihrem Testflug eine Geschwindigkeit von über 18.000 Stundenkilometern. Laut einer Sprecherin der japanischen Raumfahrtbehörde JAXA war der Vorbeiflug erfolgreich und die Wissenschaftler konnten wertvolle Daten zur Oberfläche des Asteroiden sammeln. Diese Informationen sind entscheidend für zukünftige Missionen, die darauf abzielen, die Erde vor einem möglichen Einschlag zu schützen. Ein ähnlicher Test, der Raketentest eines chinesischen U-Bootes im Südpazifik sorgt für internationale Aufmerksamkeit, zeigt die globalen Bemühungen um Sicherheit im Weltraum.
Hintergrund
Die Hayabusa 2 wurde 2014 gestartet und kehrte 2020 mit Materialproben vom Asteroiden Ryugu zur Erde zurück. Der aktuelle Test erfolgt vier Jahre nach einem ähnlichen Experiment der Nasa, bei dem die Sonde Dart erfolgreich auf den Asteroiden Dimorphos aufschlug und dessen Flugbahn veränderte. Die Erkenntnisse aus diesen Missionen sind von großer Bedeutung für die Entwicklung von Technologien zur Asteroidenabwehr. Zudem stellt sich die Frage, welche Folgen hat der Supertaifun „Bavi“ für die Insel Rota im Pazifik?, was die Komplexität der globalen Herausforderungen verdeutlicht.
Risiken
Die Möglichkeit eines Asteroideneinschlags auf die Erde stellt eine ernsthafte Bedrohung dar. Um diese Gefahr zu minimieren, arbeiten Japan, die USA und Europa an Technologien zur Ablenkung solcher Himmelskörper. Patrick Michel von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) betonte vor dem Vorbeiflug, dass es entscheidend sei zu wissen, wie sich ein Asteroid verhält, um geeignete Maßnahmen zur Ablenkung zu entwickeln. Ob er sich „wie ein Schwamm verhält oder wie ein sehr festes Material“, könnte den Erfolg einer solchen Mission beeinflussen.
Nächste Schritte
Nach dem erfolgreichen Vorbeiflug an Torifune plant Japan, die Hayabusa 2 im Jahr 2031 für eine weitere Asteroidenmission ins All zu schicken. Die gesammelten Daten werden dabei eine wichtige Rolle spielen, um die Sicherheit der Erde in Zukunft zu gewährleisten.
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Quellen: n-tv