Depot kündigt Schließungen von 66 Filialen an
Im Mai 2026 hat die Einrichtungskette Depot erneut Insolvenz angemeldet und sieht sich nun gezwungen, 66 von insgesamt 155 Filialen in Deutschland zu schließen. Diese Entscheidung ist Teil eines Insolvenzverfahrens, das beim Amtsgericht Aschaffenburg eingeleitet wurde. Das Unternehmen hatte bereits im Jahr 2024 Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt, was bereits zu einer ersten Welle von Schließungen geführt hatte.
Betroffene Standorte
Auf der offiziellen Website von Depot wurden die Filialen veröffentlicht, die im Zuge der aktuellen Insolvenz geschlossen werden müssen. Dazu zählen unter anderem Standorte in Städten wie Backnang, Baden-Baden, Bayreuth, Berlin, Bielefeld, Bonn, Bremen, Dresden, Erfurt, Hamburg, Hannover und Stuttgart. Die Schließungen betreffen somit mehrere Bundesländer und verdeutlichen die deutschlandweite Präsenz der Kette.
Details zu den Schließungen
Die exakten Termine für die Schließungen sind bislang ungewiss. In einigen Geschäften haben bereits Räumungsverkaufsaktionen mit attraktiven Rabatten begonnen. Laut Berichten haben bestimmte Filialen, wie die in Zwickau, bereits am 27. Juni 2026 ihren letzten Verkaufstag gehabt. Depot-Geschäftsführer Christian Gries betonte, dass die wirtschaftliche Situation des Unternehmens die Fortführung unrentabler Filialen nicht erlauben könne.
Folgen für die Unternehmensstruktur
Nach den angekündigten Schließungen wird Depot voraussichtlich nur noch rund 89 Filialen betreiben. Diese drastischen Schritte sind Teil eines Plans, die wirtschaftliche Stabilität des Unternehmens wiederherzustellen und sich auf profitable Standorte zu konzentrieren. Damit wird ein weiterer Schritt in der prekären finanziellen Situation des Unternehmens unternommen.
Hintergrund zur Insolvenz
Die erneute Insolvenz von Depot ist nicht die erste Herausforderung in finanzieller Hinsicht. Bereits im Jahr 2024 hatte das Unternehmen einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt, was zu einer ersten Schließungsrunde führte. Die aktuelle Lage verdeutlicht, dass Depot weiterhin mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert ist und dringend Maßnahmen ergreifen muss, um eine nachhaltige Zukunft zu sichern.
Reaktionen auf die Schließungen
Die Ankündigungen der Schließungen haben in den betroffenen Städten Besorgnis ausgelöst, da viele Mitarbeiter und Kunden von den Veränderungen betroffen sind. Die Entscheidung, Filialen zu schließen, wird von den Verantwortlichen als unerlässlich erachtet, um die wirtschaftliche Tragfähigkeit der verbleibenden Standorte zu gewährleisten. Die betroffenen Mitarbeiter erhalten Informationen über die nächsten Schritte, während das Unternehmen bemüht ist, die Auswirkungen auf die Belegschaft zu minimieren.
Quellen: t-online, Focus
Bildquelle: Von DYVER – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=152865204