Die Entscheidung des tunesischen Fußballverbands FTF, Nationaltrainer Sabri Lamouchi zu entlassen, ist eine unmittelbare Reaktion auf den katastrophalen Start bei der FIFA-Weltmeisterschaft. Die herbe 1:5-Niederlage gegen Schweden hat die Verantwortlichen dazu veranlasst, umgehend zu handeln.
Krisensitzung nach der Niederlage
Wie aus mehreren Medienberichten hervorgeht, darunter auch britische Quellen, berief die Fédération Tunisienne de Football (FTF) direkt nach dem Schlusspfiff der Partie gegen Schweden eine Krisensitzung ein. In dieser Sitzung wurde die sofortige Trennung von dem 54-jährigen Trainer beschlossen.
Sportliche Talfahrt und schwache Bilanz
Die Niederlage gegen Schweden ist nur der Höhepunkt einer anhaltenden sportlichen Krise für die tunesische Nationalmannschaft, die sich bereits in der Vorbereitung zur WM abzeichnete. Bereits im letzten Testspiel unterlag das Team mit 0:5 gegen Belgien. Die schwache Leistung im ersten Gruppenspiel hat den Verbandsverantwortlichen nun offenbar keine andere Wahl gelassen, als den Trainerwechsel zu vollziehen.
Sabri Lamouchi, der erst vor wenigen Monaten als Nachfolger von Sami Trabelsi verpflichtet wurde, hat in seiner kurzen Amtszeit von lediglich fünf Spielen eine enttäuschende Bilanz vorzuweisen. Nach einem anfänglichen 1:0-Sieg gegen Haiti folgten eine torlose Partie gegen Kanada (0:0) sowie drei Niederlagen hintereinander: 0:1 gegen Österreich, 0:5 gegen Belgien und schließlich die 1:5-Niederlage gegen Schweden. Besonders auffällig ist die Offensivschwäche des Teams, das in den letzten vier Spielen nur ein einziges Tor erzielt hat.
Nachfolgespekulationen und bevorstehendes Spiel
Die Suche nach einem neuen Trainer für die verbleibenden Spiele läuft bereits, wobei mehrere prominente Namen in der Diskussion sind. Unter anderem werden der ehemalige tunesische Nationalspieler Wahbi Khazri sowie Mondher Kebaier, der bereits die tunesische Auswahl während der WM 2022 betreute, als mögliche Nachfolger gehandelt.
Der neue Trainer wird unter erheblichem Druck stehen, da Tunesien bereits am kommenden Samstag, den 20. Juni, sein zweites WM-Gruppenspiel gegen Japan bestreiten muss. Ein Punktgewinn ist für die Nordafrikaner in diesem entscheidenden Spiel unerlässlich, um die Chancen auf das Erreichen des Achtelfinals zu wahren.
Die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 findet vom 11. Juni bis 19. Juli in den USA, Kanada und Mexiko statt.
Quellen: flashscore
Bildquelle: Sebleouf via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)