Ausblick auf die Kritik an der FIFA
Die Diskussion um die bevorstehende Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko wird durch die scharfen Äußerungen von Philipp Lahm neu entfacht. Der ehemalige Nationalspieler fordert eine kritische Auseinandersetzung mit den aktuellen Entwicklungen im Fußball, insbesondere in Bezug auf die FIFA und deren Präsidenten Gianni Infantino.
Aktueller Stand der Vorwürfe
In einem Gastbeitrag für eine Wochenzeitung äußert Lahm deutliche Vorwürfe gegen Infantino. Er bemängelt die engen Beziehungen des FIFA-Präsidenten zu politischen Machthabern, insbesondere zu Donald Trump, und sieht darin eine Gefährdung der Integrität des Fußballs. Lahm stellt fest:
„Die WM wird verkauft. Das raubt dem Fußball Glaubwürdigkeit.“
Hintergrund der Ticketpreiskritik
Ein zentrales Anliegen von Lahm sind die hohen Ticketpreise für die WM. Er kritisiert die FIFA dafür, dass sie keine transparenten Informationen über die tatsächliche Nachfrage bereitstellt und stattdessen ein dynamisches Preismodell anwendet, das die Preise in die Höhe treibt.
„Die Ticketpreise werden maximiert, indem keine ehrlichen Angaben über die wahre Nachfrage gemacht werden,“
so Lahm weiter.
Risiken für die Spieler und den Turnierrhythmus
Zusätzlich thematisiert Lahm die Belastung der Spieler durch die geplante Klub-Weltmeisterschaft, die den ohnehin vollen Spielkalender weiter strapaziert. Er fordert, dass die WM im gewohnten Vier-Jahres-Rhythmus stattfinden sollte, um den Akteuren ausreichend Zeit für Vorbereitung und Nachbereitung zu geben. Infantino hatte 2021 einen Vorschlag zur Durchführung der WM alle zwei Jahre unterbreitet, jedoch aufgrund massiven Widerstands aus Europa und Südamerika zurückgezogen. Die Neuerungen für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 könnten hier eine Rolle spielen.
Positiv bewertet Lahm hingegen die Erweiterung des Teilnehmerfelds von 32 auf 48 Mannschaften. Er sieht dies als Chance für die FIFA, den Fußball global weiterzuentwickeln, auch wenn dies mit gewissen Qualitätsunterschieden einhergeht. Zudem wird in der Diskussion auch der Einsatz von Tränengas gegen Lehrerproteste in der Nähe der WM-Fanmeile thematisiert.
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Quellen: t-online, WM 2026: Philipp Lahm attackiert Gianni Infantino: „Die WM wird verkauft“ | Sport, Ex-Weltmeister wird deutlich: Lahm kritisiert Infantino: „Die WM wird verkauft“
Bildquelle: Elena Ternovaja via Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)