Ausblick / Was als Nächstes zu erwarten ist: RB Leipzig wird in der kommenden Saison mit einem neuen Trainer an den Start gehen, nachdem Ole Werner am Mittwoch offiziell von seinen Aufgaben entbunden wurde. Die Entscheidung folgt auf eine intensive Analyse der abgelaufenen Spielzeit, die offenbar zu der Erkenntnis führte, dass ein Wechsel an der Spitze des Trainerstabs notwendig ist.
Aktueller Stand
Die offizielle Bestätigung der Trennung von Ole Werner kam am Mittwoch, nachdem bereits seit einigen Wochen Spekulationen über seine Zukunft im Raum standen. Der Verein hat noch keinen Nachfolger benannt, jedoch wird der Argentinier Martin Demichelis als möglicher Kandidat gehandelt. Marcel Schäfer, Geschäftsführer Sport bei RB Leipzig, erklärte: „Wir haben die abgelaufene Saison in den vergangenen Tagen noch einmal intensiv und abschließend analysiert. Am Dienstagabend haben wir dann den Beschluss gefasst, die Position des Cheftrainers neu zu besetzen.“
Hintergrund
Die Entscheidung zur Trennung von Werner überrascht, da der 38-Jährige den Verein in die Champions League geführt hatte, trotz erheblicher personeller Veränderungen und dem Abgang wichtiger Spieler wie Xavi Simons, Lois Openda und Benjamin Sesko. Werner selbst äußerte sich in einem Interview mit SPORT IM OSTEN zufrieden mit seiner ersten Saison. Unter seiner Leitung spielte das Team häufig im 4-3-3-System und zeigte offensiv ansprechende Leistungen, hatte jedoch Schwierigkeiten gegen kleinere Gegner und erlebte gegen stärkere Teams wiederholt Niederlagen. Mit 65 Punkten belegte RB Leipzig den dritten Platz hinter Bayern München und Borussia Dortmund und verpasste den eigenen Bundesliga-Rekord nur um zwei Zähler.
Risiken
Die Entscheidung für einen Trainerwechsel könnte sich als riskant erweisen, insbesondere da Werner erst im Sommer 2025 für rund zwei Millionen Euro von Werder Bremen verpflichtet wurde. Der Verein hatte ursprünglich eine langfristige Zusammenarbeit angestrebt, und es wird berichtet, dass Schäfer Werner während der Saison mehrfach vor einer Entlassung bewahrt hatte. Der Impuls für den Trainerwechsel kam laut Informationen von Jürgen Klopp und seinem Team, die beratend tätig sind. Die Verantwortlichen bei RB Leipzig scheinen jedoch der Meinung zu sein, dass Werner nicht in der Lage ist, die Herausforderungen der kommenden Saison zu meistern, insbesondere die Dreifachbelastung durch nationale und internationale Wettbewerbe.
„Ole hat einen Klasse-Job gemacht. Wir haben uns für die Champions League qualifiziert. Aber wir müssen auch zeitgleich nach vorn gucken“, sagte Klopp in einem Interview. „Wir haben dann darüber nachgedacht, wie das aussehen könnte mit der Belastung, die auf uns zukommt. Dann hat man sich in Leipzig für den Wechsel entschieden.“
Die Suche nach einem neuen Trainer wird nun eine zentrale Aufgabe für die Verantwortlichen von RB Leipzig sein, die offenbar mit dem Erreichen der Champions League wieder groß denken wollen.
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Quellen: tagesschau
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