Die Schauspielerin Swetlana Schönfeld, die durch ihre Arbeiten in der DDR und zahlreichen Fernsehproduktionen bekannt wurde, ist im Alter von 74 Jahren verstorben. Ihr Tod ereignete sich am 17. Mai in Berlin nach einer kurzen, schweren Erkrankung, wie ihre Familie über die Schauspielagentur Windhuis mitteilte. Die Beisetzung wird im engsten Familienkreis stattfinden.
Swetlana Schönfeld begann ihre künstlerische Laufbahn in der DDR bei der DEFA und wurde 1977 mit dem Ernst-Zinna-Preis als beste Schauspielerin ausgezeichnet. In den 1990er Jahren war sie in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen zu sehen, darunter auch in der beliebten Krimireihe „Tatort“.
Engagement im „Leipziger Tatort“ und weiteren TV-Produktionen
Von 2008 bis 2012 verkörperte sie die Mutter der Kommissarin Eva Saalfeld, gespielt von Simone Thomalla, in der „Leipziger Tatort“-Reihe. Darüber hinaus war sie in verschiedenen Serien wie „Das Institut – Oase des Scheiterns“, „Frau Jordan stellt gleich“ und „Rentnercops“ aktiv. In dieser Zeit verstarb auch Alexander Held, ein weiterer bekannter Schauspieler.
Theaterlaufbahn und Zusammenarbeit mit renommierten Regisseuren
Schönfeld war viele Jahre lang Teil des Ensembles des Maxim Gorki Theaters sowie des Berliner Ensembles. Sie trat auch am Deutschen Theater, der Schaubühne am Lehniner Platz, bei den Salzburger Festspielen und der Ruhrtriennale auf. Während ihrer langen Theaterkarriere arbeitete sie mit namhaften Regisseuren wie Thomas Langhoff, Luc Bondy, Andrea Breth und Claus Peymann zusammen.
Filmprojekte und persönliche Geschichten
In ihrer Filmografie finden sich zahlreiche Projekte, darunter „Die letzten Millionen“, „Vorsicht vor Leuten“, „Vier gegen die Bank“ und „Mit der Faust in die Welt schlagen“. Bei dem Film „Und der Zukunft zugewandt“ diente ihre eigene Familiengeschichte als Grundlage für das Drehbuch. Auch die Nachricht über den Abschied von Mariclare Costello hat die Filmwelt erschüttert.
Swetlana Schönfeld hinterlässt ein bedeutendes Erbe in der deutschen Film- und Theaterlandschaft, das durch ihre vielseitigen Rollen und beeindruckenden Leistungen geprägt ist. Ihr Tod erinnert uns auch an Rainer Nitschke, der ebenfalls eine prägende Figur in der Medienlandschaft war.
Quellen: t-online, stern, web
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