Klage von Verona Pooth gegen Versicherungsmakler abgewiesen
Das Landgericht Düsseldorf hat die Klage von Moderatorin Verona Pooth gegen ihren Versicherungsmakler abgewiesen. Pooth hatte Schadensersatz in Höhe von 675.000 Euro gefordert, nachdem Einbrecher an Heiligabend 2021 Schmuck aus ihrer Villa in Meerbusch entwendet hatten.
Die Versicherung hatte bereits 975.000 Euro für den Diebstahl ausgezahlt. Pooth war jedoch der Meinung, dass sie aufgrund einer fehlerhaften Beratung unterversichert gewesen sei und klagte deshalb gegen ihren Versicherungsmakler. Verbraucher verlieren Milliarden durch raffinierte Betrugsmaschen im Internet, was in diesem Fall besonders relevant ist.
Urteil des Gerichts
Die Richter der Spezialkammer 9 A für Versicherungen wiesen die Argumentation von Pooth zurück. Eine Gerichtssprecherin erklärte, dass keine Pflichtverletzung seitens des Versicherungsmaklers vorlag. Er habe alle von Pooth angegebenen Wertgegenstände ordnungsgemäß in eine Excel-Liste eingetragen und ihr diese zur Verfügung gestellt. Zudem konnte Pooth keine schriftlichen Nachweise vorlegen, dass sie die Versicherung über zusätzliche, im Laufe der Zeit erworbene Wertgegenstände informiert hatte.
Emotionale Bedeutung des Schmucks
Für Pooth ist der Verlust des Schmucks besonders schmerzhaft. Im März hatte sie betont, dass sie über fünfundzwanzig Jahre hinweg ihr gesamtes Geld in Schmuck investiert habe. „Das war mein Lebenswerk. Andere kaufen Aktien oder Immobilien. Ich habe gezielt hochwertigen Schmuck erworben, darunter Diamanten, Gold und Markenstücke von Rüschenbeck, Cartier und Rolex. Schmuck verliert nicht an Wert,“ sagte sie.
Der Diebstahl und die Folgen
Der gestohlene Schmuck ist bis heute nicht wieder aufgetaucht. Ein Versuch, eine gütliche Einigung vor dem Urteil zu erzielen, scheiterte. Pooth hat nun einen Monat Zeit, um Berufung gegen das Urteil einzulegen. In ähnlichen Fällen, wie dem von einem Mann vor Gericht, zeigt sich, wie komplex solche rechtlichen Auseinandersetzungen sein können.
Zusammenfassung der Ereignisse
- Einbruch in Pooths Villa an Heiligabend 2021.
- Versicherung zahlte 975.000 Euro, Pooth forderte 675.000 Euro Schadensersatz.
- Gericht wies Klage aufgrund fehlender Nachweise und Pflichtverletzung ab.
- Pooth bezeichnete den Schmuck als ihr Lebenswerk.
- Berufung innerhalb eines Monats möglich.
- Vorsicht: Neue Betrugsmasche mit QR-Codes im Mallorca-Urlaub entlarven
- Verbraucher verlieren Milliarden durch raffinierte Betrugsmaschen im Internet
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Quellen: t-online, ksta, antenne
Bildquelle: Dirk Vorderstraße via Wikimedia Commons (CC BY 3.0)