Eine private Initiative hat sich zum Ziel gesetzt, einen in der Ostsee gestrandeten Wal zu retten. Dabei könnte es jedoch sein, dass sie das Tier unbewusst stresst und verletzt. Experten raten dazu, sich von dem Wal zurückzuziehen und ihn in Ruhe zu lassen.
Expertenmeinungen zur Situation des Buckelwals
Der Buckelwal, der in der Ostsee gestrandet ist, sollte laut Experten weiterhin in Ruhe gelassen werden. Obwohl der Wal am Morgen in Richtung Ostsee geschwommen ist, wird dies von der Tierschutzorganisation Sea Shepherd nicht als positives Zeichen gewertet.
„Man hat angefangen, dem Tier helfen zu wollen, und es wurde immer aktiver. Es liegt nahe, dass es gestresst ist,“
erklärt Florian Stadler von Sea Shepherd.
Im Gegensatz zu seiner ersten Strandung vor Niendorf zeigt der Buckelwal nun ein bewusstes Ablegen.
„Das deutet darauf hin, dass er im Wasser erstickt oder ertrinkt,“
so Stadler weiter.
„Ablegen ist evolutionär nicht vorgesehen bei Walen. Das machen sie unter normalen Umständen nie.“
Der Gesundheitszustand des Wals hat sich seit seiner ersten Strandung nicht verbessert, sondern verschlechtert. Dies erinnert an die Diskussion um den neuen Zeitrahmen für die Atommüll-Räumung in Asse, wo ebenfalls langfristige Lösungen erforderlich sind.
Gesundheitliche Risiken für den Wal
Stadler erläutert, dass das Liegen des Wals zu einem Druck auf seine Organe führt, was toxische Stoffe freisetzt und schwere Organschäden verursachen kann.
„Das macht ein Überleben unmöglich. Selbst, wenn man den Wal in die Nordsee bringt, wird er dort nur auf seinen letzten Tauchgang gehen,“
warnt der Kampagnenleiter von Sea Shepherd. Nach dem fünften Stranden und dem Verheddern in einem Fischernetz ist die Überlebenswahrscheinlichkeit des Buckelwals stark gesunken.
„Unklar ist noch immer, wie viel Netz das Tier im Maul hat – auch das ist potenziell tödlich, wenn es keine Nahrung mehr zu sich nehmen kann.“
Kritik an den Rettungsversuchen
Seit dem Mittag wird der Wal von Booten umkreist, um ihn in die Ostsee zu treiben. Diese Vorgehensweise wird jedoch als falsch angesehen.
„Der Buckelwal leidet,“
sagt Stadler. Wissenschaftler und Tiermediziner empfehlen, Ruhe zu bewahren.
„Dem schließen wir uns an, solange es kein Gegengutachten gibt, das etwas anderes empfiehlt,“
fügt er hinzu. Die privaten Retter, darunter Mediamarkt-Mitgründer Walter Gunz und Unternehmerin Karin Walter-Mommert, konnten bislang kein solches Gutachten vorlegen.
Die Auswirkungen menschlichen Kontakts
Greenpeace spricht von einem „Megastress für das Tier“. Vor seinen Strandungen hatte der Wal nie Kontakt zu Menschen.
„Menschlicher Kontakt bringt gar nichts, weil der Wal das nicht gewohnt ist,“
stimmt Stadler zu. Sea Shepherd war bis vor Kurzem an der behördlichen Rettungsmission beteiligt, zog sich jedoch zurück, als das Gutachten der Stiftung Deutsches Meeresmuseum und des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung vorgestellt wurde.
Die Problematik des Beifangs
Es ist wichtig, die Schicksale von Tieren wie diesem Wal in der Ostsee zu verstehen.
„900 Schweinswale sterben jedes Jahr allein in der Beltsee durch Stellnetze der Fischerei,“
betont der Tierschützer.
„Wir reden die ganze Zeit, wie wir dieses Tier retten können. Aber keiner redet darüber, wie wir verhindern können, dass in derselben Zeit hundert Schweinswale vermutlich aus demselben Grund sterben.“
Beifang stellt ein großes Problem dar, für das dringend Lösungen gefunden werden müssen.
„Wir begreifen das oftmals nicht, weil wir das Ausmaß nicht sehen – die Tiere sterben ungesehen.“
Diese Problematik erinnert auch an die Frage, wie viele Menschen auf der Erde leben können, ohne die Umwelt zu gefährden, wie in der Diskussion um die maximale Bevölkerungszahl für ein nachhaltiges Leben.
Persönliche Geschichten von Betroffenen
In schweren Zeiten, wie sie auch Stefan Mross erlebt hat, können persönliche Geschichten von Verlust und Trauer einen tiefen Eindruck hinterlassen. Der Abschied von seiner geliebten Hundebegleiterin zeigt, wie wichtig es ist, in schwierigen Momenten zusammenzuhalten.
- Neuer Zeitrahmen für Atommüll-Räumung in Asse
- Maximale Bevölkerungszahl für ein nachhaltiges Leben auf der Erde
- Stefan Mross: Abschied von seiner geliebten Hundebegleiterin
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