Die Bevölkerungsentwicklung in Deutschland hat einen entscheidenden Wendepunkt erreicht: Der Rückgang der Bevölkerung ist Realität. Die Anzahl der Sterbefälle übersteigt mittlerweile die Geburten, und die gesunkene Zuwanderung kann diesen Verlust nicht mehr kompensieren. Ausnahmen bilden lediglich drei Bundesländer.
Bevölkerungsentwicklung für 2025
Im Jahr 2025 lebten in Deutschland insgesamt 83,5 Millionen Menschen, was einer Abnahme von 110.000 Individuen oder 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Diese Entwicklung stellt einen markanten Bruch mit dem kontinuierlichen Anstieg dar, der seit 2011 beobachtet wurde und nur 2020 durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie unterbrochen wurde.
Gründe für den Rückgang
Der Rückgang der Bevölkerung wird hauptsächlich durch ein signifikantes Geburtendefizit bedingt. Im Jahr 2025 überstiegen die Sterbefälle die Geburten um 352.000. Darüber hinaus verringerte sich der Wanderungssaldo, also die Differenz zwischen Zu- und Fortzügen, von 430.000 auf 235.000. Deutschland verzeichnet historische Tiefststände bei Geburtenzahlen seit 1946.
Regionale Unterschiede im Bevölkerungsrückgang
Der Rückgang ist in den östlichen Bundesländern mit einem Rückgang von 0,5 Prozent stärker ausgeprägt als in den westdeutschen Bundesländern. Lediglich die Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen verzeichneten ein Plus an Bevölkerung, während es in den Flächenländern zu Rückgängen oder stabilen Zahlen kam. Besonders betroffen sind Thüringen, Sachsen-Anhalt und das Saarland.
Demografische Veränderungen
Die Altersstruktur der Bevölkerung zeigt deutliche Veränderungen. Die einzige Altersgruppe, die wächst, sind die 60- bis 79-Jährigen, deren Zahl um 2,8 Prozent zunimmt, was auf den Eintritt der geburtenstarken Jahrgänge, den sogenannten Babyboomern, in diese Altersgruppe zurückzuführen ist. Im Gegensatz dazu sank die Zahl der über 80-Jährigen um 2,5 Prozent, was mit den geringeren Geburtenzahlen nach dem Zweiten Weltkrieg korreliert.
Unterschiede zwischen deutscher und ausländischer Bevölkerung
Die Altersstruktur weist erhebliche Unterschiede zwischen der deutschen und der ausländischen Bevölkerung auf. Der Anteil der über 60-Jährigen unter Ausländern liegt bei 13,4 Prozent, während er in der deutschen Bevölkerung 34,1 Prozent beträgt. Dies führt dazu, dass der Anteil jüngerer Menschen in der ausländischen Bevölkerung entsprechend höher ist.
Wachstum der ausländischen Bevölkerung
Im Jahr 2025 stieg die Zahl der ausländischen Bevölkerung um 0,3 Prozent und erreichte zum Jahresende 12,4 Millionen Menschen. Dieser Anstieg ist sowohl relativ als auch absolut deutlich geringer als in den vergangenen 15 Jahren, in denen der Zuwachs im Jahr 2024 noch 2,3 Prozent betrug.
Verteilung der ausländischen Bevölkerung
Der Anteil der ausländischen Bevölkerung variiert je nach Altersgruppe. Bei den Kindern und Jugendlichen beträgt der Anteil 15,2 Prozent. Die größten Gruppen unter den ausländischen Einwohnern sind nach wie vor Türkinnen und Türken, gefolgt von Staatsangehörigen aus der Ukraine, Syrien, Rumänien und Polen. Hohe Mietpreise setzen Millionen Haushalte in Deutschland stark zu.
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Quellen: n-tv, Bevölkerung Deutschlands sinkt im Jahr 2025 um 0,1 %, Einwohnerzahl sinkt um 110.000: Deutschland schrumpft! Wir sind nur noch 83,5 Millionen | Leben & Wissen
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