Die für Ende August angesetzte Techno-Parade „Zug der Liebe“ in Berlin wurde abgesagt. Diese Entscheidung wurde von den Veranstaltern getroffen, nachdem aktuelle Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Christopher Street Day (CSD) die Situation entscheidend verändert hatten.
Die Absage wurde mit verschiedenen Gründen begründet. Neben logistischen Schwierigkeiten, etwa dem Ausfall von bestellten Lastwagen, gab es auch ungelöste Fragen zur Lautstärkeregelung mit der zuständigen Versammlungsbehörde. Ein wesentlicher Aspekt war zudem die „spürbare Veränderung des gesellschaftlichen Klimas“, die die Durchführung der Parade in diesem Jahr als problematisch erscheinen ließ.
Die Organisatoren wiesen darauf hin, dass eine Parade unter den gegenwärtigen Umständen mit enormen Auflagen verbunden wäre. Dies würde beispielsweise Wegfahrsperren, Personenkontrollen und ein erhöhtes Polizeiaufgebot umfassen. Solche Maßnahmen stünden im Widerspruch zum ursprünglichen Geist des „Zugs der Liebe“, dessen Ziel es ist, einen unbeschwerten und angstfreien Raum für Protest zu schaffen. Die Veranstalter waren sich einig, dass eine derartige Demonstration unter den aktuellen Bedingungen nicht mit der Grundidee der Veranstaltung in Einklang zu bringen sei.
Im Vorjahr zog der „Zug der Liebe“ etwa 10.000 Teilnehmer an, die ein starkes Zeichen für Toleranz, Vielfalt und Solidarität setzten. Dennoch haben die Veranstalter beschlossen, die verbleibenden Trucks für eine gleichzeitig geplante Demonstration zum Erhalt des RAW-Geländes zu verwenden. Dieses Areal, das einst als Bahnwerk diente, ist bekannt für seine kulturellen und partytauglichen Angebote und befindet sich in Friedrichshain. Die Organisatoren erklärten, dass sie ihre Kräfte bündeln wollen, um die bedrohte Kulturlandschaft in Berlin zu unterstützen.
Im Gegensatz dazu wird die Techno-Parade „Rave the Planet“, die für den 15. August geplant ist, wie vorgesehen stattfinden. Die Organisatoren dieser Veranstaltung haben bekräftigt, dass die Vorbereitungen weiterhin voranschreiten.
Beratungsangebot für Opfer des Anschlags auf den CSD in Berlin
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Quellen: Bild, tagesschau