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Probleme mit Antrieb: Rückrufaktion bei beliebten Mercedes-Modellen

Mercedes ruft in Deutschland rund 36.000 Fahrzeuge aufgrund möglicher Antriebsprobleme zurück. Betroffen sind beliebte Modelle wie die E-Klasse und GLC, bei denen Verschleiß an der Gelenkwelle zu einem Vortriebsverlust führen kann.

Probleme mit Antrieb: Rückrufaktion bei beliebten Mercedes-Modellen
KI-generiert / KI-generiert

Ein potenzielles Problem mit dem Antrieb führt dazu, dass Mercedes-Benz mehrere Fahrzeugmodelle in die Werkstätten zurückruft. In Deutschland sind dabei zehntausende Autos betroffen.

Weltweit ruft der Automobilhersteller 201.031 Fahrzeuge zurück, davon 36.888 in Deutschland. Zu den betroffenen Baureihen zählen die E-Klasse, die S-Klasse sowie verschiedene SUV-Modelle wie der GLC. Der Grund für den Rückruf ist ein möglicher Verlust der Antriebskraft.

Nach Angaben des Herstellers kann es bei Fahrzeugen, die zwischen dem 1. Oktober 2017 und dem 19. Dezember 2019 produziert wurden, zu einem erhöhten Verschleiß an einem Bauteil der Antriebswelle kommen. Im Fokus steht hierbei das Kreuzgelenk der Gelenkwelle.

Kraftübertragung könnte unterbrochen werden

Das betroffene Bauteil ist entscheidend für die Übertragung der Antriebskraft vom Motor auf die Räder. Ein übermäßiger Verschleiß kann diese Verbindung beeinträchtigen. Im schlimmsten Fall könnte dies dazu führen, dass die Kraftübertragung unterbrochen wird und das Fahrzeug zum Stillstand kommt. Laut Hersteller sind bisher keine Schäden oder Personenschäden bekannt. Der Rückruf erfolgt daher vorsorglich.

In den Werkstätten wird die Gelenkwelle überprüft und gegebenenfalls ersetzt.

Betroffene Modelle im Überblick

Der Rückruf betrifft Fahrzeuge mit unterschiedlichen Motorisierungen aus mehreren Baureihen:

  • E-Klasse (Baureihe 213)
  • S-Klasse Coupé (Baureihe 217)
  • S-Klasse (Baureihe 222)
  • E-Klasse Coupé und Cabriolet (Baureihe 238)
  • GLC (Baureihe 253)
  • CLS (Baureihe 257)

Je nach Modell sind sowohl Benzin- als auch Dieselmotoren der Reihen M176, M276, OM642, OM651 und OM656 betroffen.

Empfehlungen für Fahrzeughalter

Die betroffenen Fahrzeughalter werden schriftlich informiert. Alternativ können sie auch in einer Vertragswerkstatt überprüfen lassen, ob ihr Fahrzeug betroffen ist. Weitere Informationen finden Sie in unserem Artikel über den Blitzermarathon 2026.

Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) führt den Rückruf unter der Referenznummer 16363R, während der Hersteller den Rückrufcode 4190026 angibt. Die Kundenhotline ist unter der Nummer 00800 12 777 777 erreichbar.

Rückrufe nehmen zu

Dieser Vorfall ist nicht isoliert. In den letzten Jahren haben Rückrufaktionen deutlich zugenommen. Laut Auswertungen des ADAC wurden im Jahr 2025 insgesamt 532 Rückrufaktionen in Deutschland registriert, was fast dreimal so viele wie im Jahr 2010 sind.

Die Zahl der betroffenen Fahrzeuge stieg im Jahr 2024 auf 2,84 Millionen, was einem Anstieg von 48 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Besonders häufig war Mercedes-Benz mit 45 Rückrufen betroffen. In diesem Zusammenhang ist es auch wichtig, auf die aktuellen Entwicklungen in der Industrie zu achten, wie etwa die Schließung des ZF Friedrichshafen Werkes in Lebring.

Der ADAC nennt als Gründe für diese Entwicklung unter anderem die zunehmende technische Komplexität moderner Fahrzeuge sowie kürzere Entwicklungszyklen. Zudem bringen neue Hersteller vermehrt Modelle auf den Markt. Unternehmen gehen heute offener mit Problemen um und initiieren Rückrufe früher als in der Vergangenheit. Auch die Betrüger, die sich mit gefälschten Nachrichten tarnen, sind ein wichtiges Thema, das Fahrzeughalter im Auge behalten sollten.

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