Hyundai ruft Fahrzeuge zurück: Brandrisiko und technische Störungen
Hyundai hat eine Reihe von Rückrufaktionen ins Leben gerufen, die zahlreiche Fahrzeuge betreffen. Besonders der Elektro-Kleinwagen Inster steht im Fokus, da hier ein erhöhtes Brandrisiko besteht. Auch andere Modelle sind betroffen, bei denen es zu Störungen im Kombiinstrument kommen kann.
In Deutschland sind rund 14.600 Einheiten des Inster von diesem Rückruf betroffen. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) berichtet, dass ein fehlerhaftes Drei-Wege-Ventil im Kühlmittelkreislauf einen Kühlmittelverlust verursachen kann. Dies birgt die Gefahr, dass Kühlmittel in elektrische Systeme eindringt, was einen Kurzschluss und möglicherweise einen Brand zur Folge haben könnte. Weltweit sind insgesamt 40.045 Fahrzeuge betroffen, die im Zeitraum zwischen dem 14. Februar 2024 und dem 14. April 2026 gefertigt wurden. Der Rückruf trägt den Herstellercode 61D127 sowie die KBA-Referenznummer 16829R.
Displayfehler bei weiteren Hyundai-Fahrzeugen
Zusätzlich zu den Problemen beim Inster hat Hyundai einen weiteren Rückruf für eine Vielzahl anderer Modelle initiiert. Die betroffenen Fahrzeuge umfassen den Sonata, Palisade, Ioniq 5, Santa Fe, Ioniq 6, Kona, Grandeur, Tucson, Ioniq 9 und Azera, die zwischen dem 30. Juni und dem 14. November 2025 produziert wurden. Bei diesen Fahrzeugen kann das Kombiinstrument während der Fahrt sporadisch neu starten, was zu einem kurzfristigen Ausfall des Bildschirms oder zu verzögerten Anzeigen von Informationen führen kann. Dadurch könnten wichtige Warnhinweise nicht rechtzeitig sichtbar werden.
Zur Beseitigung dieser Probleme wird ein Software-Update des Kombiinstruments durchgeführt. In Deutschland sind 4.271 Fahrzeuge von diesem Rückruf betroffen, weltweit müssen 36.316 Fahrzeuge in die Werkstatt. Die Rückrufcodes für diese Maßnahme lauten 61DC02 und 61D052, und die KBA-Referenz ist 16445R.
Frühere Rückrufaktion für den Hyundai i20
Bereits im Juni initiierten die Verantwortlichen bei Hyundai einen Rückruf für den Kleinwagen i20. Hierbei handelt es sich um Fahrzeuge, die zwischen dem 18. August 2015 und dem 21. September 2020 produziert wurden. In diesen Fahrzeugen kann ein ungünstig verlegter Vakuumschlauch des Bremskraftverstärkers die Bremskraftunterstützung verringern, was zu verlängerten Bremswegen führen könnte. Weltweit sind 56.061 Fahrzeuge betroffen, von denen 9.134 in Deutschland registriert sind. In der Werkstatt wird der Unterdruckschlauch ausgewechselt und der Bremskraftverstärker überprüft. Die KBA-Referenznummer für diesen Rückruf lautet 16695R; der Hersteller-Rückrufcode ist 61DT02.
Zusammenfassung
Die Rückrufaktionen von Hyundai betreffen eine beträchtliche Anzahl von Fahrzeugen und sind sowohl auf sicherheitsrelevante Mängel als auch auf technische Defekte zurückzuführen. Kunden werden dringend aufgefordert, sich mit ihrem Hyundai-Händler in Verbindung zu setzen, um weitere Informationen zu erhalten und erforderliche Reparaturen durchführen zu lassen.
Quellen: t-online, adac
Bildquelle: Alexander-93 via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)