Die Pazifikinsel Rota sieht sich durch den Supertaifun „Bavi“ einer kritischen Situation gegenüber, die die Sicherheit der Einwohner ernsthaft bedroht. Mit Windgeschwindigkeiten von 290 Stundenkilometern hat der Taifun die Insel erreicht und bereits erste Schäden verursacht. Der US-Wetterdienst warnt vor katastrophalen Auswirkungen, die möglicherweise die Unbewohnbarkeit der Region für eine längere Zeit zur Folge haben könnten.
Erste Meldungen über Schäden
Behördenberichte deuten darauf hin, dass die Auswirkungen des Taifuns rapide spürbar werden. „Wir haben hier im Einsatzzentrum des Bürgermeisters von Rota mit massiven Winden und Überschwemmungen zu kämpfen“, erklärte Lou Rosario, die Sprecherin des Zentrums. Sie fügte hinzu, dass einige Anwohner bereits von „erheblichen Schäden“ berichteten.
Lebensbedrohliche Lage
Der Wetterdienst (NWS) hatte im Vorfeld vor einem „sehr gefährlichen“ Taifun gewarnt und die Bevölkerung darüber informiert, dass sie sich umgehend in sichere Bereiche begeben solle. Die Situation wurde als lebensbedrohlich klassifiziert, und die Anwohner sollten sich so verhalten, als nähere sich ein Tornado. Die Behörden rieten dazu, sofort Schutz in Gebäuden oder speziellen Schutzräumen zu suchen.
Langfristige Folgen für Rota
Der NWS prognostiziert, dass ein direkter Treffer auf Rota die Insel für Wochen, möglicherweise sogar Monate, unbewohnbar machen könnte. Viele Gebäude, die nicht aus Beton errichtet sind, könnten einstürzen, und nahezu alle Bäume würden entwurzelt. Zudem wird erwartet, dass die Stromversorgung über einen längeren Zeitraum unterbrochen bleibt. Die Auswirkungen könnten katastrophal sein.
Entwarnung in Sicht?
In einer Online-Pressekonferenz gab Meteorologe Landon Aydlett jedoch Anlass zur Hoffnung: „Der Supertaifun ‚Bavi‘ zieht gerade aus dem Gebiet ab. Die Lage wird sich allmählich verbessern, was großartige Nachrichten für uns sind.“ Vor seiner Ankunft hatte der Wirbelsturm bereits auf den benachbarten Inseln Guam und den Nördlichen Marianen heftige Schäden angerichtet. Die Gefahren durch Naturkatastrophen sind nicht zu unterschätzen.
Mit etwa 1.500 Einwohnern ist Rota die südlichste Insel der Nördlichen Marianen, wo insgesamt rund 210.000 Menschen leben. Der jüngste Supertaifun, „Sinlaku“, hatte im April bereits Verwüstungen und Stromausfälle verursacht, die Zehntausende betrafen. Die Berichte über die Auswirkungen solcher Ereignisse sind alarmierend.
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Quellen: n-tv