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Unbemannte Flüge über Litauen: NATO ergreift Maßnahmen gegen Luftraumverletzung

Eine Drohne hat den litauischen Luftraum verletzt und einen Einsatz von NATO-Kampfjets ausgelöst. Der Vorfall, der den dritten in Folge darstellt, führt zu landesweiten Sicherheitsmaßnahmen und wirft Fragen zur Sicherheit in der Region auf.

Unbemannte Flüge über Litauen: NATO ergreift Maßnahmen gegen Luftraumverletzung
KI-generiert

Der Luftraum über Litauen ist weiterhin angespannt. Am Donnerstag hat eine Drohne unbekannter Herkunft den litauischen Luftraum verletzt, was den Einsatz von NATO-Kampfjets zur Folge hatte. Die litauischen Streitkräfte informierten, dass in Reaktion auf diesen Vorfall ein landesweiter Luftalarm ausgelöst wurde. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen. Der genaue Absturzort der Drohne ist bislang unklar, und es liegen keine Informationen über mögliche Verletzte oder Schäden vor.

Dieser Vorfall stellt bereits den dritten in Folge dar, der mit Drohnen im litauischen Luftraum in Verbindung steht. Am Mittwoch wurden die Einwohner der Hauptstadt Vilnius ebenfalls aufgefordert, Schutz zu suchen. In diesem Zusammenhang wurden auch hochrangige Regierungsvertreter, darunter Präsident Gitanas Nauseda, in Schutzräume gebracht. Der Luftraum über dem Flughafen wurde gesperrt, und der Zugverkehr wurde vorübergehend eingestellt.

Im Kontext des Ukraine-Kriegs gab es bereits mehrere ähnliche Vorfälle im litauischen Luftraum, der an Russland und Belarus grenzt. Präsident Nauseda erklärte, dass diese Vorfälle eine direkte Folge des Krieges und der elektronischen Kriegsführung seien. Er betonte, dass Litauen niemandem die Nutzung seines Luftraums für Drohnenangriffe gestattet habe. Zuvor hatte Moskau Litauen sowie Estland und Lettland wiederholt beschuldigt, der Ukraine ihren Luftraum zur Verfügung zu stellen. Putin befehligt umfassende Offensive mit Drohnen und Raketen gegen die Ukraine

Ukrainische Grenzschutzmaßnahmen im Norden

Die Ukraine hat ihre Grenzschutzmaßnahmen im Norden verstärkt, um möglichen neuen Angriffen aus Belarus entgegenzuwirken. Der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU berichtete von Maßnahmen in einem „beispiellosen“ Ausmaß, sowohl hinsichtlich der eingesetzten Kräfte als auch der Mittel. Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko erklärte während eines Großmanövers mit Russland, dass sein Land bereit sei, seinen Verbündeten „auf jede erdenkliche Weise“ zu verteidigen.

Der SBU gab an, dass der verschärfte Grenzschutz als „wirksames Abschreckungsmittel gegen aggressive Handlungen oder Einsätze des Feindes und seines Verbündeten“ dienen soll. An den Maßnahmen sind Polizei, Armee, Nationalgarde und Grenzschutz beteiligt. Ziel ist es, Infiltration, Sabotage, terroristische Aktivitäten sowie Aufklärungsoperationen zu verhindern. Präsident Wolodymyr Selenskyj kündigte in einer Videobotschaft ebenfalls weitere Maßnahmen zum Grenzschutz an. Ukraine gewinnt im April erstmals seit Jahren an Boden zurück

Selenskyj hatte zuvor erklärt, dass die Ukraine „Antworten auf jeden möglichen Verlauf feindlicher Aktionen“ vorbereite, falls Russland seine Aggression ausweiten sollte. Russland hatte das belarussische Territorium im Februar 2022 als Ausgangspunkt für den Überfall auf die Ukraine genutzt. Der Kreml wies ukrainische Vorwürfe zurück, dass Russland Belarus erneut in den Konflikt hineinziehen wolle.

Angriff auf FSB-Zentrale in Cherson

Die Ukraine meldete einen Angriff auf das Hauptquartier des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB im besetzten Teil der Region Cherson. Präsident Selenskyj gab an, dass eine Spezialeinheit des ukrainischen Geheimdienstes SBU das Gebäude getroffen habe, wobei rund 100 russische Soldaten getötet oder verletzt worden seien. Zudem wurde ein Flugabwehrsystem vom Typ Pantsir-S1 zerstört, dessen Wert auf bis zu 20 Millionen Dollar geschätzt wird. Der genaue Zeitpunkt des Angriffs wurde nicht bekannt gegeben, und eine unabhängige Überprüfung der Angaben ist derzeit nicht möglich.

Cherson bleibt ein zentraler Kriegsschauplatz im Süden der Ukraine. Die Stadt wurde im November 2022 von ukrainischen Truppen zurückerobert, während Gebiete östlich des Dnipro weiterhin unter russischer Kontrolle stehen. Die Ukraine führt regelmäßig Angriffe auf russische Militärziele durch, um die Nachschubwege und die Infrastruktur der Besatzer zu schwächen.

Kreml signalisiert Dialogbereitschaft

Russland hat nach eigenen Angaben Interesse an einem Dialog mit europäischen Ländern, trotz des anhaltenden Konflikts in der Ukraine. Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte, dass Gespräche immer besser seien als eine totale Konfrontation, und verwies auf Äußerungen des finnischen Präsidenten sowie aus Berlin, die direkte Gespräche mit Russland anregen. Peskow äußerte, es sei „wahrscheinlich nicht schlecht“, wenn ein Unterhändler auf EU-Ebene gesucht werde.

Obwohl Kremlchef Putin betont hat, dass er zu Gesprächen bereit sei, wenn jemand auf ihn zukomme, gab es aus Moskau auch wiederholt die Aussage, dass die Europäer aufgrund ihrer Waffenlieferungen an die Ukraine als Kriegspartei betrachtet werden und am Verhandlungstisch nichts zu suchen hätten. Die Verhandlungen zur Beendigung des Konflikts laufen derzeit unter Vermittlung der USA, jedoch gab es bislang keinen Durchbruch, da Russland an seiner Forderung festhält, dass die Ukraine ihre Truppen aus dem Donbass abziehen solle. Heereschef warnt vor Risiken durch moderne Kriegsführung und Truppenkonzentration

Bericht über militärische Ausbildung in China zurückgewiesen

Der Kreml hat einen Bericht zurückgewiesen, wonach die chinesische Armee heimlich rund 200 russische Soldaten ausgebildet haben soll. Kremlsprecher Peskow bezeichnete die Meldung als falsch und wies darauf hin, dass in Europa und den USA viele Falschinformationen verbreitet würden. Der Bericht basiere auf einem Abkommen zwischen Russland und China, das auch die Ausbildung chinesischer Soldaten in Russland umfasst. China hat sich im Ukraine-Konflikt als neutral positioniert und tritt als Friedensvermittler auf.

Stillstand in russischen Raffinerien

In den letzten Tagen mussten nahezu alle großen Ölraffinerien in Zentralrussland aufgrund ukrainischer Drohnenangriffe ihre Produktion einstellen oder drosseln. Dies geht aus offiziellen Daten und Berichten hervor. Moskau hat bereits ein Exportverbot für Benzin verhängt, das von April bis Ende Juli gilt.


Quellen: t-online, tag24

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