Politik
US-Senator Kelly äußert Besorgnis über kritische Munitionsbestände der Armee
11.05.2026, 04:01 Uhr
US-Senator Mark Kelly hat die USA aufgrund des Iran-Kriegs als stark geschwächt beschrieben. Der ehemalige Astronaut und Irak-Veteran berichtete von stark reduzierten Munitionsvorräten und leeren Raketenarsenalen. Er kritisierte, dass Donald Trump das Land in einen chaotischen Konflikt verwickelt habe.
In einem Interview mit CBS erklärte Kelly, dass die Munitions- und Raketenvorräte des US-Militärs erheblich aufgebraucht seien. Er bezeichnete die Situation als „schockierend“ und fügte hinzu, dass der Präsident die USA in einen Krieg ohne strategisches Ziel, ohne Plan und ohne Zeitrahmen hineingezogen habe. Dies wirft auch Fragen auf, wie die GOP zu den aktuellen Entwicklungen steht.
Als Mitglied des Streitkräfte-Ausschusses erhielt Kelly Informationen vom Pentagon über verschiedene Munitionsarten, darunter Raketen wie Tomahawk, ATACMS, SM-3 und Patriots. Er betonte, dass es „Jahre“ dauern werde, um diese Bestände wiederherzustellen, ohne jedoch konkrete Zahlen zu nennen.
Gefahr für die nationale Sicherheit
Kelly warnte, dass die USA möglicherweise im Falle eines längeren Angriffs nicht in der Lage wären, ihr Land zu verteidigen. Die Vereinigten Staaten würden sich dann in einer schlechteren Position befinden, „als wir es sonst wären, wenn dieser Krieg im Iran nicht stattgefunden hätte“.
Haushaltsdebatte im Pentagon
Aktuell bemüht sich das Pentagon um eine signifikante Erhöhung der Verteidigungsausgaben. Der Haushaltsentwurf der Trump-Administration sieht für das Haushaltsjahr 2027 rund 1,5 Billionen US-Dollar für Verteidigung vor. Kelly bezeichnete dies als „unverschämt“ und wies darauf hin, dass das Pentagon-Budget bei seinem Amtsantritt im Senat vor fünfeinhalb Jahren bei 700 Milliarden Dollar lag. Dies steht im Kontext der Schritte, die die Trump-Regierung plant, um mögliche Niederlagen zu bewältigen.
Nach Angaben des Pentagon hat der Iran-Krieg die Vereinigten Staaten bis Ende April etwa 25 Milliarden US-Dollar (knapp 21,4 Milliarden Euro) gekostet. Diese Summe umfasst alle Ausgaben, die seit Beginn der Operation „Epic Fury“ angefallen sind, wobei der Großteil für Munition verwendet wurde.
Bereits zu Beginn des Jahres hatte Kelly mit dem Pentagon diskutiert, als er US-Soldaten aufforderte, illegale Befehle, wie etwa den Beschuss mutmaßlicher Drogenboote, abzulehnen. Kelly, der als Offizier und Pilot bei der Navy diente, war an Militäroperationen gegen den Irak in den frühen 1990er-Jahren beteiligt und flog insgesamt 39 Kampfeinsätze. Ab 1996 wurde er bei der NASA für die Raumfahrt ausgebildet und nahm zwischen 2001 und 2011 an vier Weltraummissionen teil. Zudem äußerte der Heereschef Bedenken über die Risiken durch moderne Kriegsführung und Truppenkonzentration.
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Quellen: n-tv
Bildquelle: depositphotos