In der Karibik sorgt ein erschütternder Fund auf einem Friedhof für Aufsehen. Dort wurden die Leichname von mindestens 50 Babys entdeckt, die vermutlich illegal beerdigt wurden. Die Behörden prüfen, ob ein Zusammenhang zur Gewaltkriminalität besteht.
Auf einem Friedhof in Cumuto, Trinidad, wurden neben den Säuglingen auch die Leichname von sechs Erwachsenen gefunden. Die Polizei des karibischen Staates gab bekannt, dass die Ermittlungen umgehend nach der Entdeckung der 56 Leichname eingeleitet wurden.
Ersten Erkenntnissen zufolge könnte es sich um einen Fall der „illegalen Beseitigung“ von Leichnamen handeln, die von Angehörigen nicht beansprucht wurden. Cumuto liegt etwa 40 Kilometer von Port of Spain, der Hauptstadt von Trinidad und Tobago, entfernt.
Details zu den entdeckten Leichnamen
Bei den sechs Erwachsenen handelt es sich um vier Männer und zwei Frauen. Laut Polizei waren alle bis auf einen Mann mit Leichenzetteln zur Identifikation versehen. Ein Mann und eine Frau wurden offenbar nach ihrem Tod obduziert.
Ermittlungen und forensische Untersuchungen
Die Polizei machte zunächst keine weiteren Angaben zu den Ermittlungen, verwies jedoch auf die laufenden Untersuchungen und kündigte an, forensische Analysen durchzuführen, um die Herkunft der sterblichen Überreste zu klären und mögliche Gesetzes- oder Verfahrensverstöße zu untersuchen. Polizeichef Allister Guevarro bezeichnete den Fund als „äußerst beunruhigend“ und betonte, dass die Polizei den Fall mit Dringlichkeit und Sensibilität behandle.
Hintergrund zur Gewaltkriminalität in Trinidad und Tobago
Trinidad und Tobago, ein englischsprachiger Inselstaat vor der Küste Venezuelas, hat in den letzten Jahren mit einem Anstieg der Gewaltkriminalität zu kämpfen. Im Jahr 2024 wurden in dem Land mit 1,5 Millionen Einwohnern 623 Morde registriert. Laut dem US-Außenministerium war Trinidad und Tobago im Jahr 2023 mit einer Mordrate von 37 pro 100.000 Einwohnern das sechstgefährlichste Land weltweit. Obwohl die Mordrate im folgenden Jahr um 42 Prozent zurückging, rief Regierungschefin Kamla Persad-Bissessar im März aufgrund eines erneuten Anstiegs der Gewaltkriminalität den Ausnahmezustand aus.
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