Am Sonntag wurden in Frankreich drei Atomreaktoren heruntergefahren, um die Ableitung von übermäßig warmem Kühlwasser in die Flüsse zu verhindern. Dies betrifft die Reaktoren in Golfech an der Garonne, in Bugey an der Rhône sowie in Chooz an der Meuse, wie der Betreiber EDF bekanntgab.
Darüber hinaus wurde in mehreren anderen Kraftwerken, darunter Saint-Alban, Blayais und Bugey, die Leistung von jeweils zwei Reaktoren verringert. Auch in Chooz und Tricastin an der Drôme kam es zu einer Drosselung. Allerdings konnte die Anlage in Tricastin am späten Nachmittag wieder auf Normalbetrieb zurückschalten. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die Umwelt zu schützen, indem die Temperatur des abgeleiteten Kühlwassers kontrolliert wird.
In Frankreich stammen rund 70 Prozent des Stroms aus der Kernenergie, die von insgesamt 57 Reaktoren erzeugt wird. Diese Reaktoren sind strategisch an Flüssen oder am Meer positioniert, um das Wasser für die Kühlung zu nutzen und anschließend in erhitztem Zustand wieder abzugeben. Um die Ökosysteme zu bewahren, hat die Atomaufsichtsbehörde ASNR für jedes Kraftwerk spezifische Temperaturgrenzen für das Wassertemperatur festgelegt. Der Betreiber EDF ist verpflichtet, die Leistung seiner Reaktoren unter bestimmten Bedingungen zu reduzieren, um diese Vorgaben einzuhalten. Aktuell sind die alarmierenden Wassertemperaturen in Deutschlands Flüssen ein weiteres Thema, das die Aufmerksamkeit auf sich zieht.
Aktuell ist Frankreich von der dritten Hitzewelle innerhalb von zwei Monaten betroffen. Bereits während der vorherigen Hitzewelle im Juni musste EDF Reaktoren abstellen, um die Vorschriften zur Kühlwasserableitung einzuhalten. In den letzten Tagen haben die Wetterverhältnisse zu einem signifikanten Anstieg der Wassertemperatur in der Garonne geführt, die voraussichtlich 28 Grad erreichen wird. Diese Situation erfordert eine sorgfältige Überwachung und Anpassung der Betriebsabläufe in den Atomkraftwerken.
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Quellen: Bild, derstandard