Erster Nachweis der Neuwelt-Schraubenwurmfliege in den USA seit 1966
Die Neuwelt-Schraubenwurmfliege, ein gefürchteter Parasit, wurde erstmals seit 1966 wieder in den USA nachgewiesen. Der Befall wurde bei einem Kalb in der texanischen Stadt La Pryor festgestellt, wie das Agrarministerium am Mittwochabend bestätigte.
Diese Schmeißfliegen-Art hat die Fähigkeit, sich in offenen Wunden von Warmblütern einzunisten und das Gewebe der lebenden Wirte zu zerstören. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, wurde eine Sperrzone von 20 Kilometern um den Fundort eingerichtet.
Alarm unter Viehzüchtern
Die Entdeckung hat bei Viehzüchtern in den USA Besorgnis ausgelöst. Die Finanzmärkte reagieren ebenfalls auf die Situation: Die Terminkontrakte für Mastrinder an der Chicagoer Börse sind gefallen, und auch die Aktien großer Fleischverarbeiter wie Tyson Foods und JBS haben an Wert verloren.
Wirtschaftliche Auswirkungen
Der Ausbruch der Neuwelt-Schraubenwurmfliege könnte erhebliche wirtschaftliche Schäden für die US-Rinderbestände verursachen, die sich bereits auf dem niedrigsten Stand seit 75 Jahren befinden. Experten schätzen, dass allein in Texas Schäden von bis zu 1,8 Milliarden Dollar drohen. Die wirtschaftlichen Risiken sind nicht zu unterschätzen.
Reaktionen der US-Behörden
Die US-Regierung hat bereits Maßnahmen ergriffen, um die Ausbreitung des Parasiten zu verhindern. Die Grenze für Viehimporte aus Mexiko, wo seit November 2024 über 27.000 Fälle registriert wurden, bleibt seit mehr als einem Jahr geschlossen.
US-Landwirtschaftsministerin Brooke Rollins kündigte an, dass das Aussetzen steriler Fliegen die effektivste Methode zur Bekämpfung des Parasiten sei. Diese Strategie hatte bereits in den 1960er Jahren zur Ausrottung des Schädlings in den USA geführt. Ähnliche Maßnahmen könnten auch in anderen Bereichen notwendig werden.
Risiken für Menschen und Tiere
Experten betonen, dass für Menschen nur ein geringes Risiko besteht. Eine Infektion bei Tieren kann zwar behandelt werden, jedoch ist der Prozess langwierig und kostspielig, da Hunderte von Larven entfernt und die Wunden desinfiziert werden müssen. Die Herausforderungen in der Tiermedizin sind vielfältig.
Die Situation bleibt angespannt, während die Behörden weiterhin Maßnahmen zur Bekämpfung der Neuwelt-Schraubenwurmfliege ergreifen.
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Quellen: t-online
Bildquelle: depositphotos