Nachrichten für Hannover & die Region

Aktuelles Echo
Tragischer Verkehrsunfall: L’Osteria-Mitgründer Klaus Rader verliert Leben auf Mallorca Tragischer Verkehrsunfall: L’Osteria-Mitgründer Klaus Rader verliert Leben auf Mallorca Vor 3 Stunden Kalte Räume oder warme Füße: wann sich das Heizen wirklich auszahlt. Kalte Räume oder warme Füße: wann sich das Heizen wirklich auszahlt. Vor 3 Stunden Tsunami-Gefahr nach starkem Erdbeben vor Panamas Küste Tsunami-Gefahr nach starkem Erdbeben vor Panamas Küste Vor 3 Stunden Zwei Verletzte bei Schussvorfall in Berlin-Schöneberg – Verdächtige fliehen Zwei Verletzte bei Schussvorfall in Berlin-Schöneberg – Verdächtige fliehen Vor 4 Stunden Trump und Putin: Diesel-Lieferungen für Weltmarkt ertüchtigen Energieströme Trump und Putin: Diesel-Lieferungen für Weltmarkt ertüchtigen Energieströme Vor 4 Stunden Einflussreicher ZDF-Journalist Klaus Bresser im Alter von 90 Jahren verstorben Einflussreicher ZDF-Journalist Klaus Bresser im Alter von 90 Jahren verstorben Vor 4 Stunden Urlauber erleidet gesundheitlichen Notfall am Flughafen Mallorca vor dem Abflug Urlauber erleidet gesundheitlichen Notfall am Flughafen Mallorca vor dem Abflug Vor 21 Stunden Hassanal Bolkiah trauert um den Verlust von Prinzessin Zariah Hassanal Bolkiah trauert um den Verlust von Prinzessin Zariah Vor 21 Stunden Die Zwölf-Uhr-Regel für Tankstellen in Bayern: Ein ineffektives Relikt Die Zwölf-Uhr-Regel für Tankstellen in Bayern: Ein ineffektives Relikt Vor 21 Stunden Tragischer Vorfall im mexikanischen Wrestling: Ringrichter stirbt nach verbotenen Griff Tragischer Vorfall im mexikanischen Wrestling: Ringrichter stirbt nach verbotenen Griff Vor 22 Stunden

Brasilien bekräftigt Ölbohrungen im Amazonasgebiet

Brasiliens Regierung kündigt die Wiederaufnahme von Ölbohrungen im Amazonas an, nachdem diese zehn Jahre lang unterbrochen waren. Präsident Lula betont die Notwendigkeit wirtschaftlichen Wachstums, während er gleichzeitig für einen schrittweisen Ausstieg aus fossilen Brennstoffen plädiert.

Brasilien bekräftigt Ölbohrungen im Amazonasgebiet
KI-generiert

Nach zehn Jahren Pause: Brasilien setzt Ölbohrungen im Amazonasgebiet fort

28.05.2026, 03:47 Uhr

Bei der UN-Klimakonferenz in Brasilien hat Präsident Luiz Inácio Lula da Silva für den Ausstieg aus fossilen Energieträgern geworben. Dennoch kündigte er die Wiederaufnahme von Ölbohrungen im Amazonasbecken an. Damit hat die brasilianische Regierung die Frist für eine weitere Verpflichtung im Klimaschutz bereits überschritten.

Präsident Lula und der staatliche Ölkonzern Petrobras haben bekannt gegeben, dass nach einer zehnjährigen Unterbrechung die Bohrungen im Amazonasgebiet wieder aufgenommen werden. „Wir lieben Brasilien, wir lieben Petrobras, wir wollen gut leben, gut arbeiten und gut studieren, und das ist nur mit wirtschaftlichem Wachstum möglich“, erklärte Lula während einer Zeremonie im nördlichen Bundesstaat Amazonas. Petrobras-Chefin Magda Chambriard kündigte Investitionen in Höhe von 2,5 Milliarden Real (etwa 424 Millionen Euro) für die Erschließung von 22 neuen Bohrlöchern im Ölfeld Urucú an, wo die Förderung vor rund vier Jahrzehnten begann.

Widersprüchliche Ansichten zur Energiepolitik

Lula setzt sich für einen schrittweisen Ausstieg aus fossilen Brennstoffen ein, um den Klimawandel zu bekämpfen. Gleichzeitig ist er der Überzeugung, dass Brasilien – das im vergangenen Jahr der neuntgrößte Ölproduzent der Welt war – die Einnahmen aus dem Verkauf fossiler Brennstoffe benötigt, um die Energiewende zu finanzieren. In diesem Kontext ist es wichtig zu beachten, dass Brüssel gezielte Hilfen plant, um den Herausforderungen der Energiekrise zu begegnen.

In den letzten zehn Jahren hatte Petrobras in der Amazonasregion keine neuen Bohrungen durchgeführt. Das Gebiet ist bekannt für das größte Onshore-Ölvorkommen Brasiliens. Im Jahr 2025 stammten etwa acht Prozent der nationalen Erdgasproduktion von diesem Standort, der für die Energieversorgung des vergleichsweise armen Nordens Brasiliens von großer Bedeutung ist. Klimaschützer äußern scharfe Kritik an der Wiederaufnahme der Ölbohrungen und fordern, dass die Zerstörung der Umwelt unbedingt verhindert werden müsse.

Fehlender Fahrplan für den Ausstieg aus fossilen Energien

Lula, der im Alter von 80 Jahren im Oktober seine Wiederwahl anstrebt, befürwortet zudem ein umfangreiches Ölförderprojekt vor der Küste des Amazonasgebiets. Nahezu 95 Prozent der Ölproduktion des Landes stammen aus Offshore-Vorkommen, die auf Ölinseln im Meer gefördert werden.

Während der UN-Klimakonferenz COP30, die in der brasilianischen Amazonasstadt Belém stattfand, forderte Lula die Staats- und Regierungschefs der Welt auf, einen „Fahrplan“ für den Ausstieg aus fossilen Energien zu erstellen. Seine eigene Regierung hat jedoch ihren Plan noch nicht vorgelegt, obwohl sie sich verpflichtet hatte, dies spätestens im Februar zu tun.


Quellen: n-tv, audimax

Artikel teilen:

Empfehlungen für dich.